Digitale Personalakte wird Pflicht: So bereiten Sie Ihr Unternehmen auf 2027 vor

Author
Julian MeyerDie Digitalisierung im Personalwesen schreitet kontinuierlich voran. Während viele Unternehmen bereits digitale Lösungen für Zeiterfassung, Recruiting oder die Lohnabrechnung einsetzen, werden Personalunterlagen häufig noch in Papierform oder in unterschiedlichen Ablagestrukturen verwaltet.
Mit dem Auslaufen der Übergangsregelungen wird sich das ändern: Ab dem 01. Januar 2027 müssen bestimmte Personal- und Entgeltunterlagen verpflichtend elektronisch geführt werden. Unternehmen sollten deshalb bereits heute prüfen, ob ihre Prozesse den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen einleiten.

Warum Unternehmen jetzt handeln sollten
Die gesetzliche Grundlage bildet § 8 Abs. 2 BVV. Ziel der Regelung ist es, sozialversicherungsrelevante Unterlagen vollständig digital, nachvollziehbar und prüfungssicher bereitzustellen.
Die Entwicklung erfolgte schrittweise:
- 2006–2019: Vorbereitung der digitalen Betriebsprüfung
- 2022: Einführung der elektronischen Führungspflicht
- 2022–2026: Übergangs- und Befreiungsphase
- ab 01.01.2027: Verpflichtende elektronische Führung bestimmter HR-Unterlagen
Unternehmen müssen künftig sicherstellen, dass alle relevanten Dokumente digital archiviert, revisionssicher gespeichert und jederzeit für Prüfungen verfügbar sind.
Welche Unterlagen müssen digital geführt werden?
Betroffen sind insbesondere Dokumente mit Bedeutung für Entgeltabrechnung, Sozialversicherung oder arbeitsrechtliche Nachweise. Dazu gehören unter anderem:
- Arbeitsverträge und Vertragsänderungen
- Entgelt- und Lohnabrechnungsunterlagen
- Nachweise zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung
- Unterlagen zu Minijobs oder Mehrfachbeschäftigungen
- Entsendungsnachweise (z. B. A1-Bescheinigungen)
- Arbeitszeitnachweise
Nicht unter die gesetzliche Verpflichtung fallen beispielsweise allgemeine interne Kommunikation, E-Mails ohne abrechnungsrelevanten Bezug, Organigramme oder ältere Dokumententwürfe.
Digitalisierung bedeutet mehr als Dokumente einscannen
Die Einführung einer digitalen Personalakte ist weit mehr als die Umwandlung von Papier in PDF-Dateien. Entscheidend sind klar strukturierte Prozesse, eine revisionssichere Archivierung sowie die Einhaltung aller Datenschutz- und Compliance-Anforderungen.
Unternehmen sollten daher frühzeitig analysieren:
- Welche Unterlagen sind betroffen?
- Wo bestehen heute noch papierbasierte Abläufe?
- Welche Prozesse lassen sich digital automatisieren?
- Entsprechen die bestehenden Systeme bereits den gesetzlichen Anforderungen?
Wer frühzeitig handelt, vermeidet Zeitdruck kurz vor Inkrafttreten der Verpflichtung und schafft gleichzeitig effizientere HR-Prozesse.
Wie weit ist Ihr Unternehmen bereits?
Viele Unternehmen stehen aktuell an unterschiedlichen Punkten ihrer Digitalisierungsreise. Einige arbeiten bereits vollständig digital, andere verwalten Personalunterlagen noch überwiegend in Papierform.
Deshalb möchten wir von Ihnen wissen: Wie ist der aktuelle Stand in Ihrem Unternehmen?
Nehmen Sie an unserer kurzen Umfrage teil und teilen Sie uns mit, wie weit Sie bei der Einführung der digitalen Personalakte bereits sind. Die Teilnahme dauert nur wenige Minuten.
Jetzt an der Umfrage teilnehmen.
Die digitale Personalakte mit ELO
Mit der digitalen Personalakte von ELO Digital Office unterstützt STREIT Unternehmen dabei, Personalunterlagen zentral, strukturiert und gesetzeskonform zu verwalten.
Die Lösung bietet unter anderem:
- revisionssichere Archivierung aller HR-Dokumente
- automatische Aufbewahrungs- und Löschfristen
- digitale Freigabe- und Genehmigungsprozesse
- schnelle Suchfunktionen und transparente Dokumentenverwaltung
- effizientere HR-Prozesse durch automatisierte Workflows
So werden Personalabteilungen spürbar entlastet und gleichzeitig alle gesetzlichen Anforderungen zuverlässig erfüllt.
Mehr als eine gesetzliche Pflicht
Die verpflichtende digitale Personalakte ist für viele Unternehmen der Anlass, ihre HR-Prozesse grundlegend zu modernisieren. Neben der Rechtssicherheit profitieren Unternehmen von kürzeren Bearbeitungszeiten, digitalen Freigaben, standortunabhängigem Arbeiten und einer deutlich höheren Transparenz.
Damit wird aus einer gesetzlichen Vorgabe eine Chance, die Personalverwaltung nachhaltig effizienter zu gestalten.
Webinar am 15. Oktober 2026
Sie möchten wissen, welche gesetzlichen Anforderungen ab 2027 gelten und wie Sie Ihr Unternehmen optimal vorbereiten?
Dann laden wir Sie herzlich zu unserem kostenfreien Webinar „Digitale Personalakte und HR-Unterlagen ab 2027 – Pflicht verstehen, Nutzen erkennen“ am 15. Oktober 2026 ein.
Im Webinar erfahren Sie unter anderem:
- welche gesetzlichen Änderungen Unternehmen betreffen,
- welche Unterlagen künftig elektronisch geführt werden müssen,
- wie Sie die Umstellung rechtssicher und effizient umsetzen,
- und wie die digitale Personalakte von ELO in der Praxis funktioniert.
Melden Sie sich jetzt an und bereiten Sie Ihr Unternehmen frühzeitig auf die gesetzlichen Anforderungen vor.
Weitere Informationen
Sie möchten mehr über die digitale Personalakte oder moderne Dokumentenmanagement-Lösungen erfahren?
Hier finden Sie weitere Informationen zur digitalen Personalakte.



