• Arbeiter reden in der Produktionshalle miteinander

New Work in Produktion und Logistik

New Work in Produktion und Logistik überträgt geeignete Prinzipien moderner Arbeitswelten auf gewerbliche Arbeitsbereiche. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Mitarbeitenden, ergonomisch und funktional geplante Räume sowie eine Technik, die Arbeitsabläufe unterstützt. STREIT betrachtet dafür die Bereiche Mensch, Raum, Technik und Organisation gemeinsam. Das Ziel ist eine Arbeitsumgebung, die zu den betrieblichen Abläufen, den räumlichen Voraussetzungen und den Sicherheitsanforderungen des jeweiligen Unternehmens passt.

Was bedeutet New Work für Produktion und Logistik?

New Work für Produktion und Logistik bedeutet nicht, Bürokonzepte unverändert auf Hallen, Lager oder gewerbliche Arbeitsplätze zu übertragen. Vielmehr werden geeignete Ansätze an Schichtmodelle, körperliche Tätigkeiten, feste Prozessabläufe, Hygienevorgaben und Sicherheitsanforderungen angepasst. Dazu können ergonomische Arbeitsplätze, funktionale Pausen- und Begegnungsbereiche, digitale Informationswege, mobile Arbeitsmittel, automatisierte Prozesse und eine frühzeitige Beteiligung der Beschäftigten gehören. Eine ganzheitliche Planung berücksichtigt dabei drei zentrale Faktoren:

  • Mensch: Beteiligung, Wertschätzung, Qualifizierung und Kommunikation
  • Raum: Ergonomie, Laufwege, Zonierung und Aufenthaltsqualität
  • Technik: digitale Prozesse, Automatisierung, Kommunikation und Arbeitssicherheit
Logistikzentrum von Streit Service & Solution in Gengenbach

Warum New Work auch für Blue-Collar-Bereiche wichtig ist

Viele New-Work-Konzepte konzentrieren sich zunächst auf Büroarbeitsplätze. Gewerbliche Mitarbeitende in Produktion und Logistik werden dagegen teilweise nur begrenzt berücksichtigt – obwohl ihre Arbeitsbedingungen wesentlich zur Unternehmenskultur und zum täglichen Betrieb beitragen. Körperlich belastende oder wiederkehrende Tätigkeiten, ungünstige Laufwege, fehlende Rückzugsbereiche und papierbasierte Prozesse können die Arbeit erschweren. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen, zu entwickeln und langfristig zu halten. Eine bedarfsgerechte Gestaltung der gewerblichen Arbeitswelt kann bessere Voraussetzungen für ergonomisches Arbeiten, einen einfacheren Informationszugang und eine engere Zusammenarbeit zwischen Produktion, Logistik und Verwaltung schaffen.

Typische Herausforderungen in Produktion und Logistik

  • Körperlich belastende oder repetitive Tätigkeiten
  • Ungünstig gestaltete Arbeitsplätze und Laufwege
  • Fehlende Pausen-, Rückzugs- und Begegnungsbereiche
  • Unzureichende Einbindung in digitale Informationswege
  • Medienbrüche und papierbasierte Prozesse
  • Trennung von Produktion, Logistik und Verwaltung
  • Fehlende Beteiligung bei der Einführung neuer Technologien
  • Starre Abläufe und getrennte Planung von Raum und Technik
  • Zunehmender Fachkräftemangel

Mensch, Raum und Technik gemeinsam betrachten

Ein New-Work-Konzept für Produktion und Logistik funktioniert nur, wenn Arbeitsplätze, Prozesse und technische Lösungen zusammenpassen. STREIT betrachtet deshalb nicht einzelne Maßnahmen isoliert, sondern entwickelt einen auf den jeweiligen Betrieb abgestimmten Ansatz.

Mitarbeiter von Streit Service & Solution im Logistikzentrum in Gengenbach

Faktor Mensch: Mitarbeitende beteiligen und Veränderungen begleiten

New Work im Blue-Collar-Bereich beginnt mit der Einbindung der Menschen, die täglich in den jeweiligen Arbeitsbereichen tätig sind. Sie kennen die Abläufe, körperlichen Belastungen, Informationswege und praktischen Hindernisse aus eigener Erfahrung. Befragungen, Workshops und strukturierte Gespräche können dabei helfen, Anforderungen frühzeitig zu erfassen. So werden Mitarbeitende nicht nur über Veränderungen informiert, sondern aktiv in den Transformationsprozess einbezogen. Zu den möglichen Handlungsfeldern gehören:

  • transparente Kommunikation während des Veränderungsprozesses
  • Beteiligung der Mitarbeitenden durch Befragungen und Workshops
  • klar geregelte Verantwortungs- und Entscheidungsspielräume
  • geeignete Arbeitszeit- und Schichtmodelle im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten
  • regelmäßige Schulungen und Qualifizierungsangebote
  • Vorbereitung auf neue Technologien und veränderte Prozesse
  • gemeinsame Bereiche für gewerbliche und kaufmännische Mitarbeitende
  • funktionale, einheitliche Arbeitskleidung zur Unterstützung eines gemeinsamen Auftritts

Praxis bei STREIT: Mitarbeitende werden unter anderem durch Workshops und Schulungen eingebunden. Einheitliche und funktionale Arbeits- und Berufsbekleidung unterstützt einen gemeinsamen Unternehmensauftritt.

Cafeteria bei STREIT in Gengenbach

Faktor Raum: Ergonomische & funktionale Arbeitsbereiche

Auch wenn Produktions- und Logistikbereiche durch Maschinen, Regale, Verkehrswege oder Sicherheitszonen stärker festgelegt sind als Büroflächen, bestehen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Eine bedarfsgerechte Planung betrachtet Arbeitsplätze, Laufwege, Beleuchtung, Akustik, Stauraum und Aufenthaltsbereiche im Zusammenhang. Dabei geht es nicht darum, eine Fabrik wie ein Büro aussehen zu lassen. Entscheidend ist, dass die Räume ihre jeweilige Funktion erfüllen und die täglichen Tätigkeiten sinnvoll unterstützen. Mögliche Maßnahmen sind:

  • ergonomisch angepasste Arbeitsplätze und Arbeitshilfen
  • höhenverstellbare Tische und geeignete Sitzlösungen
  • kurze und eindeutig gekennzeichnete Laufwege
  • funktionale Zonierung von Arbeits- und Verkehrsflächen
  • mobile Arbeitsgeräte und flexibel nutzbare Arbeitsstationen
  • geeignete Beleuchtung für unterschiedliche Tätigkeiten
  • bedarfsgerechte Akustiklösungen
  • Sichtschutz für Arbeitsplätze mit konzentrierten oder vertraulichen Aufgaben
  • ausreichend Stauraum an den benötigten Stellen
  • funktionale Umkleide-, Sanitär- und Duschbereiche
  • Pausen-, Rückzugs- und Begegnungsräume
  • gemeinsam nutzbare Räume für gewerbliche und kaufmännische Mitarbeitende

Praxis bei STREIT: In Gengenbach verbinden eine gemeinsame Cafeteria, ein Ruheraum, Besprechungsräume, Umkleiden und weitere Begegnungsbereiche die Arbeitswelten von gewerblichen und kaufmännischen Mitarbeitenden. Ergänzend kommen mobile Arbeitsmittel und ergonomisch geplante Arbeitsplätze zum Einsatz.

Reinigungsroboter in der Logistikhalle von STREIT in Gengenbach

Faktor Technik: Prozesse digital unterstützen

Technik unterstützt New Work in Produktion und Logistik, wenn sie zu den betrieblichen Anforderungen passt. Digitale Systeme, Automatisierung und Robotik können Informationswege verkürzen, Dokumentenprozesse vereinfachen und wiederkehrende Aufgaben übernehmen. Entscheidend sind die vorhandene Infrastruktur, Sicherheitsanforderungen, Wirtschaftlichkeit sowie eine verständliche Einführung und Schulung. Relevante technische Handlungsfelder sind:

  • Robotik und Automatisierung: Unterstützung bei wiederkehrenden oder körperlich belastenden Aufgaben
  • Digitale Kommunikation: Intranet, WLAN, mobile Endgeräte und digitale Plattformen können gewerbliche Mitarbeitende in die interne Kommunikation einbinden.
  • Dokumentenmanagement: Zentrale Bereitstellung wichtiger Produktions-, Wartungs- und Qualitätsinformationen
  • Mobile Arbeitsmittel: Informationen am Einsatzort über Scanner, Tablets oder mobile Drucksysteme
  • Arbeitssicherheit: Sensoren, Warnsysteme und technische Schutzmaßnahmen können vorhandene Sicherheitskonzepte ergänzen.
  • Weiterbildung: Flexible Schulungen über E-Learning-Angebote

Praxis bei STREIT: Im Logistikzentrum in Gengenbach kommen unter anderem Multifunktionssysteme mit Pull Printing, Handschuhscanner, moderne Flurförderfahrzeuge, eine WLAN-Infrastruktur, Reinigungsroboter sowie ein Dokumentenmanagementsystem zum Einsatz. Die Lagerprozesse werden außerdem durch eine AutoStore®-Anlage unterstützt.

Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende

  • Stärkere Beteiligung und Wertschätzung gewerblicher Mitarbeitender

  • Bessere Voraussetzungen für ergonomisches und gesundheitsgerechtes Arbeiten

  • Entlastung bei körperlich belastenden oder wiederkehrenden Tätigkeiten

  • Klarere Laufwege und bedarfsgerecht gestaltete Arbeitsbereiche

  • Einfacherer Zugang zu relevanten Informationen und Dokumenten

  • Weniger manuelle Arbeitsschritte durch digitale Prozesse

  • Verbesserte Kommunikation zwischen Produktion, Logistik und Verwaltung

  • Höhere Akzeptanz neuer Technologien durch frühzeitige Beteiligung

  • Flexiblere Anpassung an veränderte Abläufe und Anforderungen

  • Stärkere Verbindung zwischen gewerblichen und kaufmännischen Bereichen

  • Zeitgemäße Arbeitsbedingungen für bestehende und potenzielle Mitarbeitende

  • Ganzheitliche Abstimmung von Mensch, Raum, Technik und Organisation

New Work in der STREIT Arbeits- und Logistikwelt erleben

STREIT hat beim Bau der eigenen Arbeits- und Logistikwelt in Gengenbach verschiedene Ansätze für gewerbliche und kaufmännische Arbeitsbereiche umgesetzt. Dazu gehören gemeinsam genutzte Begegnungsräume, ergonomisch geplante Arbeitsplätze, digitale Informations- und Dokumentenprozesse sowie automatisierte Logistiktechnik. Die eigene Arbeitswelt dient als Praxisbeispiel dafür, wie Mensch, Raum und Technik in einem realen betrieblichen Umfeld zusammenspielen können. Die dort eingesetzten Lösungen lassen sich jedoch nicht unverändert auf jedes Unternehmen übertragen. Ausgangspunkt eines Kundenprojekts sind immer die individuellen Prozesse, Anforderungen und räumlichen Möglichkeiten.

New Work für Produktion und Logistik gemeinsam entwickeln

Sie möchten Arbeitsbedingungen, Räume oder Prozesse in Ihrer Produktion oder Logistik weiterentwickeln? STREIT analysiert gemeinsam mit Ihnen die Ausgangssituation und zeigt passende Handlungsfelder für Mensch, Raum, Technik und Organisation auf.

Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch oder besuchen Sie die STREIT Arbeits- und Logistikwelt in Gengenbach.

Möchten Sie sich zum New Work-Ansatz im gewerblichen Blue Collar-Bereich austauschen?

Als ganzheitlich denkender Einrichtungs- und New Work-Spezialist befasst sich STREIT auch mit dem Blue Collar-Bereich und kann Ihnen wertvolle Impulse und Beispiele für die Herangehensweise und Umsetzung von Optimierungen der Arbeitsumgebung geben. Beim Neubau unseres eigenen Firmengebäudes mit Logistikzentrum in Gengenbach haben wir diesen Ansatz konsequent umgesetzt und können aus eigener Erfahrung berichten. Kontaktieren Sie uns.

Clemens Imberi, Leiter Business Unit STREIT inhouse

Clemens Imberi, Leiter Business Unit STREIT inhouse

Datenschutz

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FAQ zum Thema New Work für Produktion & Logistik

Was bedeutet New Work in Produktion und Logistik?

New Work in Produktion und Logistik bezeichnet die Übertragung geeigneter Prinzipien moderner Arbeitswelten auf gewerbliche Arbeitsbereiche. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeitendenbeteiligung, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, digitale Kommunikation, Qualifizierung und die gezielte Unterstützung von Prozessen durch Technik. Die Maßnahmen müssen an Tätigkeiten, Schichtmodelle und Sicherheitsanforderungen angepasst werden.

Eignet sich New Work auch für Blue-Collar-Arbeitsplätze?

Ja, geeignete New-Work-Ansätze lassen sich auch an Blue-Collar-Arbeitsplätzen umsetzen. Anders als im Büro stehen dort häufig Ergonomie, sichere Laufwege, mobile Arbeitsmittel, Schichtarbeit und der Zugang zu digitalen Informationen im Vordergrund. Ein Bürokonzept sollte deshalb nicht unverändert auf Produktion oder Logistik übertragen werden.

Welche Bereiche umfasst ein New-Work-Konzept für die Produktion?

Ein ganzheitliches Konzept berücksichtigt die Mitarbeitenden, die räumlichen Bedingungen, die technische Ausstattung und die Arbeitsorganisation. Dazu können Arbeitsplätze, Laufwege, Pausenräume, Umkleiden, Beleuchtung, Akustik, digitale Informationswege und automatisierte Prozesse gehören. Welche Bereiche relevant sind, ergibt sich aus einer Analyse des jeweiligen Betriebs.

Wie verbessert man die Ergonomie in Produktion und Logistik?

Ergonomie beginnt mit einer Analyse der Tätigkeiten, Bewegungsabläufe und körperlichen Belastungen. Mögliche Maßnahmen sind höhenangepasste Arbeitsflächen, geeignete Sitz- und Stehhilfen, ergonomische Transportmittel, kürzere Laufwege oder mobile Arbeitsgeräte. Die Auswahl sollte immer auf Grundlage des konkreten Arbeitsplatzes und der geltenden Arbeitsschutzanforderungen erfolgen.

Welche Rolle spielt Digitalisierung bei New Work im Blue-Collar-Bereich?

Digitale Systeme können Informationen direkt am Arbeitsplatz bereitstellen und papierbasierte Abläufe ergänzen oder ersetzen. Beispiele sind Intranet-Zugänge, mobile Scanner, digitale Wartungsinformationen, Dokumentenmanagement und E-Learning. Entscheidend ist, dass die Technik zum Prozess passt und von den Mitarbeitenden sicher bedient werden kann.

Wie können Robotik und Automatisierung Mitarbeitende unterstützen?

Robotik und Automatisierung können für klar definierte, wiederkehrende oder körperlich belastende Aufgaben eingesetzt werden. Ob eine Lösung geeignet ist, hängt unter anderem von Prozess, Arbeitsumgebung, Sicherheit, Integrationsaufwand und Wirtschaftlichkeit ab. Die Einführung sollte durch Schulungen und eine frühzeitige Beteiligung der betroffenen Beschäftigten begleitet werden.

Wie können Blue-Collar-Mitarbeitende in Veränderungen eingebunden werden?

Mitarbeitende können durch Befragungen, Workshops, Interviews und Tests neuer Lösungen beteiligt werden. Dadurch fließen Erfahrungen aus den täglichen Arbeitsabläufen frühzeitig in die Planung ein. Eine verständliche Kommunikation und passende Schulungen können zudem die Einführung neuer Räume, Prozesse und Technologien unterstützen.

Lässt sich New Work auch in bestehenden Produktionsgebäuden umsetzen?

Viele Maßnahmen sind auch im Bestand möglich. Dazu gehören beispielsweise optimierte Laufwege, ergonomische Arbeitshilfen, eine bessere Beleuchtung, digitale Informationszugänge oder neu gestaltete Pausen- und Begegnungsbereiche. Welche Veränderungen umsetzbar sind, muss anhand der räumlichen, technischen und sicherheitsbezogenen Bedingungen geprüft werden.

Wie unterstützt STREIT Unternehmen bei New Work in Produktion und Logistik?

STREIT betrachtet Mensch, Raum, Technik und Organisation gemeinsam. Die Unterstützung kann von der Analyse der Arbeitsplätze und Abläufe über Befragungen und Workshops bis zur Raumplanung, Technikintegration und Begleitung der Einführung reichen. Der konkrete Leistungsumfang wird auf das jeweilige Projekt abgestimmt.