Rekordumsatz

Hausach, 19. Januar 2017.

„Auch Führungskräfte räumen die Spülmaschine aus.“

Namhafte Neukunden, Rekordumsatz, hohe Mitarbeiterakzeptanz und Familien-Charta: Wieder viel los in 2016 bei Streit Service & Solution und ein ehrgeiziges Umsatzziel, 50 Millionen plus x, für 2017

Mit 45,3 Millionen Euro erzielte der Bürodienstleisters Streit Service & Solution aus Hausach für das Jahr 2016 einen neuen Umsatzrekord – und das zum dritten Mal in Folge. Fast noch wichtiger waren für Rudolf Bischler, den Geschäftsführer des Familienunternehmens, die exzellenten Ergebnisse  einer extern durchgeführten Befragung der Mitarbeiter. „Damit sollten wir gute Chancen haben, wieder zu den Top 100 Arbeitgebern in Deutschland zu gehören, wie das bereits 2015 der Fall war. Mit unserer mitarbeiterorientierten und innovativen Unternehmenskultur wollen wir auch um junge Talente werben, gerade hier im Kinzigtal mit seiner Vollbeschäftigung,“ so Bischler in der Hausacher Stadthalle bei der Präsentation der Unternehmensergebnisse vor mehr als 250 Mitarbeitern - darunter 34 Neuen, die namentlich vorgestellt wurden - und Gästen.

 

KickOff 2017 89 Prozent der Beschäftigten sind davon überzeugt an einem „sehr guten Arbeitsplatz“ tätig zu sein und schätzen auch die Fairness und den Respekt, mit denen man sich im Unternehmen begegnet. Dieser Wert bringt Streit unter die besten 5 Prozent in Deutschland. Der Vergleichswert bei Großkonzernen liegt bei 65 Prozent, wie aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst&Young hervorgeht. Als Gründe für diesen Unterschied gelten die Sorge um den Arbeitsplatz infolge ständiger Restrukturierungen und Entlassungen sowie das Konkurrenzdenken innerhalb der Belegschaft.

Bei Streit sehe das anders aus, fasste eine Mitarbeiterin das am Rande der Veranstaltung stichwortartig zusammen: „Moderner Arbeitsplatz, gemeinsame Kaffeetheke und Pausen. Umgang und Bürokultur stimmen. Selbst Führungskräfte räumen zum Beispiel die Spülmaschine aus.“

 

Beirat Bei Personal- und Sozialthemen profitiert das Hausacher Unternehmen insbesondere von der Erfahrung, die Rudolf Kast, vormals 15 Jahre Personalchef der Sick AG, ins Unternehmen einbringt. Gemeinsam mit Kast sind Hanns-Peter Cohn, ehemals Vorstand der Vitra AG und Peter Bosenius, dem Finanzchef der Testo AG im Beirat des Unternehmens und damit Impulsgeber und Sparringspartner für die strategische Ausrichtung, die teilweise aber auch weit ins operative geht.

Insgesamt ein ausgesprochen intensives Jahr für die MitSTREITer, wie sich die Belegschaftsmitglieder nennen.

Eintausendfünfhundert Druckersysteme wurden installiert, insgesamt 13.000mal waren die Techniker bei den Kunden. Dazu gehörte auch die Abwicklung von Projektaufträgen bei großen Bestandskunden wie hansgrohe, der Universität Freiburg und der Lapp-Gruppe, einem weltweit tätigen Unternehmen der Verbindungstechologie.

Vor allem auch das Neukundengeschäft trug zum positiven Gesamtergebnis bei. Das betraf sowohl die Unternehmenskunden wie auch zahlreiche aus dem öffentlichen Bereich. Dazu gehören Mitglieder der Wirtschaftsregion Ortenau (WRO) - der Streit beigetreten ist -, wie der Europa-Park, Ruch Novaplast aus Oberkirch sowie die Reisebürokette Rade und die Gemeinden Bühl, Ohlsbach, Seebach und Kappelrodeck. 

 

KickOff2017 Mit insgesamt fünf Landratsämtern aus dem Südwesten wurden Verträge geschlossen und zudem mit einer Reihe von Sparkassen, Volksbanken sowie Caritas und Diakonie, bei denen der ehemalige Wolfacher Bürgermeister Jürgen Nowak als „Türöffner“ agierte. Ein noch besseres Gesamt-Ergebnis von Streit wurde durch den preisaggressiven Wettbewerb in der Bürobranche verhindert.

Mit einer Sonderzahlung für alle Beschäftigten, zusätzlich zu den bis zu vier Prozent variablen Gehaltsbestandteilen bedankte sich Bischler bei der Belegschaft. Über zusätzlich 2.500 Euro konnte sich Thomas Kürz für einen von insgesamt über 200 Verbesserungsvorschlägen freuen, die in die Umsetzung gingen.

 

 

 

Streit Service & Solution ist ein Familienunternehmen und steht dazu. Langfristig ist dies ein ehrgeiziges Ziel. Denn nur 12 Prozent aller Familienunternehmen schaffen es bis in die dritte Generation, die hier nun bereits mit eingebunden wird; in fünfter Generation bleibt nur noch 1 Prozent übrig. Der Wirtschaftsfaktor Familienunternehmen gerade in Deutschland ist beträchtlich und wird meist unterschätzt. Rund 1,6 Billionen Euro Umsatz haben diese Firmen in Deutschland im vergangenen Jahr erwirtschaftet - soviel wie das Bruttosozialprodukt von Kanada.

Carolin Stoz Mit einem Bild führte Moderator Michael Stoz, Vorstand der Offenburger Partner AG (und Schwiegersohn Bischlers) in das Thema ein: „Ein alter Mann hält einem Mädchen einen Stock hin, und sagt: Das bist Du. Versuche ihn durchzubrechen. Sie schafft es. Dann hält er ihr ein Bündel Stöcke hin: Versuche es nochmal. Sie scheitert. Er: Siehst Du, das ist Familie.“

Mit der Verabschiedung einer Familien-Charta hat sich Streit als Familienunternehmen neu definiert und aufgestellt. Dadurch, so Carolin Stoz, die Vorsitzende des Familienrats, werde „langfristig die Grundlage für den Verbleib des  Unternehmens in der Familie gelegt“. Die Charta legt auch fest, dass die Geschäftsführung grundsätzlich aus dem eigenen Unternehmen und, soweit möglich,  aus der Familie stammen soll.

Empathie, also das Verständnis sich in die Gedankenwelt der Kunden einzufühlen, nannte Bischler ausblickend das Zauberwort für das Erreichen der 50 Millionen-Euro-Marke, die Streit für 2017 anstrebt.