Streit bleibt stabil und optimistisch

Wachstumsziele 2020 nicht erreicht

Auf dem diesjährigen und erstmals digital veranstalteten Kick Off vermeldete die Streit Gruppe gute Nachrichten. Streit Service & Solution als führender Bürodienstleister im Südwesten Deutschlands erreichte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 52 Millionen Euro. Dies bedeutet einen leichten Rückgang um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis. 2020 war geprägt durch die Coronapandemie. Das Unternehmen sieht sich dennoch in einer guten Ausgangslage, um weiterzuwachsen. Die Pandemiesituation birgt Herausforderungen und Chancen. 2021 steht ganz im Zeichen des 70-jährigen Firmenjubiläums sowie des Neubaus eines Logistikzentrums in Gengenbach.

Hausach, 22. Januar 2021.

Nach sieben Jahren Umsatzwachstum in Folge hat das Pandemiejahr 2020 auch bei Streit zu einer ausgebremsten Aufwärtskurve geführt. In den drei Business Units Streit office, Streit inhouse und Streit systec erreichte Streit einen Gesamtumsatz von 52 Millionen Euro und liegt damit fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau. Damit hebt sich Streit ab vom Trend der Branche, die zum Teil deutliche Umsatzrückränge verbuchen muss.

Die traditionelle Jahresauftaktveranstaltung wurde erstmalig rein digital von Streit durchgeführt. Rund 200 Mitarbeitende verfolgten an den Bildschirmen in ihrem Home Office den Kick Off, der diesmal vor allem von den fünf Beiräten gestaltet wurde. Sie besitzen seit einem Jahr auch Entscheidungsrechte. „In solch einer Krisensituation muss die gesamte Führung sprechen, um zu zeigen, dass wir hier alle zusammenstehen und die Zukunft gemeinsam mit allen Mitarbeitenden meistern“, so Geschäftsführer Rudolf Bischler.

Schwarze Zahlen und sehr gut vorbereitet für die Zukunft

„Wir haben trotz der Widrigkeiten des vergangenen Jahres dennoch ein positives Ergebnis mit einem Gewinn“, so Geschäftsführer Rudolf Bischler, „der Dank geht zunächst an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unter erschwerten Bedingungen großartig gearbeitet und dies ermöglicht haben.“

„Wir sind sehr gut eingestellt auf die veränderte Situation, haben viele Maßnahmen ergriffen und sehen Licht am Ende des Tunnels“, so Co-Geschäftsführer Marc Fuchs. „2021 wird spannend. Wir sind mehr denn je überzeugt vom Erfolg in diesem Jahr, weil wir sehr gut vorbereitet sind. Wir haben Strategien erarbeitet, bauen Produktportfolio und Leistungen aus und werden damit neue Kunden gewinnen“.

Streit war als systemrelevantes Unternehmen im vergangenen Jahr immer erreichbar für seine Kunden und konnte mit voller Mannschaft unterstützen. Dadurch konnte das Unternehmen auch Lieferengpässe anderer Unternehmen auffangen.

Ergebnisse der drei Business Units

In der Sparte Büroeinrichtung (Streit inhouse) konnte der geplante Umsatz erreicht werden. Hier waren die Auftragsbücher durch das Vorjahr bereits gut gefüllt. Die Pandemiesituation zwingt zu einer Veränderung der Büronutzung. Hierauf reagiert Streit inhouse mit neuen Konzepten rund um Home office, Leasing und Online-shop, um der Komplexität der neuen Einrichtungs-Anforderungen gerecht zu werden.

Streit office konnte im Segment Bürobedarf ein sehr gutes Ergebnis verzeichnen und damit sein Vorjahresniveau halten. Eine massive Sortimentsausweitung, die Akquise neuer Großkunden aus Gewerbe, Handel und öffentlicher Hand sowie volle Auftragsbücher auf Rekordniveau geben Anlass zu großem Optimismus für 2021.

Die Business Unit Streit systec als Experte für Digitalisierung und moderne Bürotechnologie konnte mit einem leichten Umsatzrückgang ein solides Jahr abschließen. Wesentliche Gründe hierfür sind allgemeine Zurückhaltung im Coronajahr sowie verschobene Verkaufspotenziale in die Zukunft. Streit systec gehört mit seinen Partnern Canon, Kyocera, HP, ELO und Cisco zu den großen Playern im Südwesten von Deutschland. Das bereits in 2019 erweiterte Produkt- und Dienstleistungsportfolio ist Grundstein für zukünftiges Wachstum und steht ganz im Zeichen von New Work und Digitalisierung.

Vor allem der Einrichter Hief+Heinzmann in Karlsruhe, der auch zur Streit Gruppe zählt, konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Das Unternehmen konnte seine Umsatzziele mit vielen umfangreichen Einrichtungsaufträgen erreichen. Ein herausragendes Projekt war die Ausstattung eines großen Internetdienstleisters auf einer Bürofläche von insgesamt 14.000 Quadratmetern.

70 Jahre Familienunternehmen Streit

1951 wurde die Firma durch Edgar Streit gegründet. Das Familienunternehmen wird seit einem Jahr auch in der dritten Generation mitgeführt durch Marc Fuchs. Durch Institutionen und Wertevermittlung wie Familienrat, Beirat, Familienleitbild und Familiencharta hat die Unternehmerfamilie Bischler in den vergangenen Jahren „wertvolle Systeme für die Zukunftssicherung geschaffen“, so Carolin Stoz, die als Tochter von Rudolf und Sigrid Bischler den Familienrat leitet und die Interessen der Familie im Beirat vertritt.

Zum 70-jährigen Jubiläum des Unternehmens sind im laufenden Jahr Veranstaltungen geplant, die je nach Pandemielage umgesetzt werden.

Planungen 2021

Das neue Logistikzentrum in Gegenbach steht in den Startlöchern. Der Spatenstich für den Neubau erfolgt im Frühjahr. „Gengenbach ist ein Meilenstein für uns“, so Carolin Stoz, „wir haben uns trotz Corona klar dafür entschieden, den Bau voranzutreiben. Das Logistikzentrum in Gengenbach wird Streit auf ein nächstes Level heben“.

Ein proaktives Risikomanagement wird in absehbarer Zeit unter Leitung von Beirat Peter Bosenius implementiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

„2021 wird nicht einfacher als 2020“, so Rudolf Bischler. „Corona wird uns noch weiter beschäftigen. Aber unsere Pläne sind realistisch und machbar. Wir sind bestens vorbereitet und nutzen unsere Chancen, die sich jetzt bieten“, so Bischler weiter. Er betont: „Die Gesunderhaltung unserer Mitarbeitenden hat oberste Priorität.“